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 » Thema: Hallo liebe leidensgenossen!
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05.01.2010, 15:38 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Hallo mein Name ist Jenny und ich bin 31 Jahre alt.Ich habe zwei kinder und bin verheiratet.Seid September 2008 ist für mich eine Welt zusammengebrochen! Meine Mama die mir so nahe steht wie sonst kein Mensch auf der Welt -war von einem auf den anderen Tag plotzlich geistig abwesend.Ich bin mit ihr zum Krankenhaus gefahren und es hat sich herausgestellt das sie ein kleinzelliges Bronchialkarzinom mit einer Nebennierenmetastase und ca.8 Gehirnmetastasen hatte.Zwei große wurden sofort beo einer op entfernt und die anderen wurden mit Gamma knife bestrahlt.Danach hat sie Chemo bekommen und hatte vollgedessen 2 Lungenentzündungen an denen sie fast gestorben wäre.Sie kann sehr schlecht laufen und bis vor drei Wochen ging es ihr soweit ganz ok(Wenn mann das so nennen will-da sie nur noch Fernsehen konnte und auf der Coutch gesessen hat und vor sich hin starte)Meine Mutter hat vor ihrer Krankheit ihre eigene Mutter im Hause meiner Eltern gepflegt und da sie ja jetzt selber pflegestufe 3 hat habe ich mich dazu entschlossen meine Arbeit als Erzieherin im Kindergarten aufzugeben und mich um die beiden zu kümmern.Mein Vater ist den ganzen Tag arbeiten und kann dort auch nur selten weg-er braucht die arbeit sehr damit das Haus meiner Eltern weiter abbezahlt werden kann.Vor drei Wochen ging es meiner Mutter erneut sehr schlecht un im Krankenhaus wurden wieder 6 Gehirnmetastasen festgestellt.Wir haben sie sofort nach Hause geholt weil man ihr ja eh nicht mehr wirklich helfen kann.Als sie zu Hause war hatte sie zwei Tage später 5 Epileptische Anfälle und konnte zeitweise nur Laute von sich geben.Gestern und heute ging es ihr wieder besser .Das alles ist für mich mitlerweile kaum noch zu ertragen und hoffe das ich hier jemanden finde mit dem ich daruber sprechen kann.Mein Vater schiebt das alles sehr von sich weg und denkt sie wird wieder gesund-und mein Mann mag nicht wirklich mit mir darüber reden . Meine Freundinnen hören sich meine Sorgen zwar an aber können sich nicht wirklich vorstellen was das alles aus mir gemacht hat.Auch meine gr0ße Tochter-8 Jahre- hängt sehr an meiner Mama und meine kleinen Mäuse sind so tapfer aber sie leiden das es der Oma und ja auch ihrer Mama sehr schlecht geht denn Abends bin ich sehr müde und erschöpft .Ich hoffe das war nicht zu extrem das ich mich hier so ausziehe aber es tat mir schon gut das mal von der Seele zu reden LG Jenny
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05.01.2010, 15:54 Uhr   Nach oben
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Hallo Jenny,

Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich denke du bist an der richtigen Stelle und es wird dir hier gefallen sowie auch geholfen. Das von der Seele reden ist sehr wichtig für alle, den Betroffenen sowie den Angehörigen.
Ich denke du siehst das schon ganz richtig mit deiner Mutter, Sie wird es nicht schaffen so wie du es schilderst. Das du dich um Sie kümmern willst ist echt sehr lobenswert und nicht alltäglich, denn es wird dir sehr viel Kraft abverlangen. Ich kenne den Fall von meiner Mutter die ihre Mutter auch dann gepflegt hat bis zum Ende.

Pass auf das du dabei nicht auf der Strecke bleibst, sprich dich aus was dich bedrückt und sprich auch mit deiner Mutter. Sie weiß auch mit Sicherheit was auf sie zukommt. Nutze und sehe es als Abschied auf raten, genieße jeden Tag den ihr zusammen habt, dann ist es was ganz besonderes was andere so nicht haben. Spreche auch mit den anderen Angehörigen offen über die Dinge die da irgendwann kommen werden und bereite auch deine Kids schonend drauf vor, dann tut es nachher nicht so weh und keiner fällt in ein Loch.

Ganz wichtig ist dann auch später das loslassen auch wenn es noch so schwer fällt, der Tod gehört nun mal zum Leben dazu.
Wichtig ist auch alles zu regeln was noch zu regeln ist falls was im Argen liegen sollte.

Jenny ich drücke dir und deiner Mutter alle Daumen und wünsche euch viel Kraft.

LG
Ralf

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05.01.2010, 17:04 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Lieber Ralf!Vielen lieben dank für deine Worte!!!Du glaubst garnicht wie sehr ich mich darüber freue.Ich weiß jetzt das ich hier richtig bin und das man mich hier verseht.Weißt du es ist so schwierig wenn ich mit meiner Familie sprechen will und irgendwie niemand darauf eingeht.Sie verschliesen so sehr die Augen das es schon weh tut.... Mit meiner Mama kann ich reden wir beide gestehen uns unsere Ängste aber irgendwie machen wir das richtig heimlich da meine Mama genauso gegen eine Wand läuft und das finde ich grausam für meine Mama-der sterbende sollte doch wohl mit seinen Angehörigen sprechen können-wenn er es möchte aber für den rest der Familie kommt es garnicht in frage anzuzweifeln das sie wieder gesund wird-wir müssen kämpfen und wir schaffen das.... Mein Mann denkt zwar wie ich aber erträgt meine sehr offene Art darüber zu reden wohl auch nicht-er ist dann immer sehr zurückhaltent.Gerade wenn ich sage wir müssen sie loslassen blocken alle ab denn ich finde es jetzt schon sehr wichtig ihr das Gefühl zu geben das es gut so ist wie es ist und die uns mit ruhigem Gewissen zurücklassen kann.Da sie ja schon zweimwl fast gestorben wäre glaube ich das sie sich weiter durch das leben qwählt weil sie meint wir halten das nicht aus-die anderen legen es eher wieder so aus das sie es schon zweimal geschafft hat weil sie meine Mama nicht aufgegeben haben...so sieht das jeder anders...das ist das schwierige wenn es so unterschiedliche Meinungen innerhalb einer Familie gibt. Ich danke dir nochmal füt deine Worte-sie taten mir sehr gut und ich fühle mich seid langem einmal wieder verstanden. liebe Grüße Jenny
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05.01.2010, 19:09 Uhr   Nach oben
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Hallo Jenny,

Wenn du und deine Mutter es so sehen wie es ist dann ist es gut, die anderen werden es nachher irgendwann bitter bereuen nicht das noch mit deiner Mutter besprochen zu haben was ihnen auf den Herzen liegt. In dem Stadium wo deine Mutter sich befindet gibt es keine Heilung mehr, es sei denn durch ein Wunder, aber trotzdem genießen die betroffen jeden Tag, denn ich weiß es ja von mir selber.

Auch ich bin im Stadium 4 und es kann nur noch erhaltend therapiert werden, das klAPPt bis jetzt sehr gut und ich genieße jeden Tag mit meiner Familie. Wir haben die wichtigen Dinge geregelt und besprochen und ich fühle mich sehr frei dadurch und kann jeden Tag eben besser genießen.
Sicher treiben mich auch viele Leute an du schaffst das schon, und ich habe vor es auch noch eine ganze Zeit zu schaffen, denn ich bin auch ein Kämpfer.

Keiner der Angehörigen will das es zum Tod kommt aber das liegt auch nicht an ihnen es zu verhindern. Sie sollten deiner Mutter den Zuspruch geben den Sie braucht und sich nichts vormachen, denn das ist für deine Mutter, die genau weiß wie es um Sie steht, sehr schwer zu verarbeiten.

Und nun noch ein Beispiel zum loslassen, meine Mutter ist im Jahr 2004 an Darmkrebs gestorben, Sie hat es ein Jahr geschafft noch vernünftig zu Leben nach der Diagnose. Wir haben auch alles für Sie gemacht und konnten es auch nicht verhindern. Ich habe es damals schon als Abschied auf Raten gesehen und auch über alles mit meiner Mutter gesprochen. Dann als es nicht mehr ging habe ich Sie auf die Palliativ Station des Krankenhauses ihrer Wahl gebracht. Dort wurde Sie sehr gut behandelt und es wurden ihr die Schmerzen sowie die Angst genommen. Auch konnten wir rund um die Uhr bei ihr sein wenn wir wollten. Ich habe damals schon gesagt wir müssen ihr die Zeit zum Abschied geben, aber sie braucht auch ihre Auszeiten von uns. Das wollten viele nicht einsehen, besonders ihre Schwester nicht, Sie war rund um die Uhr bei ihr. Dann nach 14 Tagen war meine Tante kurz auf dem WC und in der Zeit ist meine Mutter dann sanft eingeschlafen. Sie hat gespürt das ihre Schwester nicht da war und hat den Augenblick genutzt. Das meine ich mit loslassen können. Alle die das nicht bis dahin geschafft hatten sind danach in ein sehr tiefes Loch gefallen.

Bitte verstehe mich nicht falsch, ich gönne dir und deiner Mutter alle Zeit der Welt und soviel wie möglich schöne Tage noch, aber es wird auch irgendwann der Tag X kommen und auf den sollten dann alle vorbereitet sein.

LG
Ralf

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05.01.2010, 20:24 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Lieber Ralf !Ich finde es bewundernswert wie stark du bist-darf ich Dich fragen ob du unter Schmerzen leidest ? Meine Mama hat sehr oft starke Körperschmerzen und wurde erst jetzt(beim letzten Krankenhausaufenthalt) richtig mit Schmerzmitteln eingestellt.Die Schmerzen haben ihr bisher wohl am meisten Schwierigkeiten gemacht.Weißt Du schon lange von Deiner Krankheit?Ich will nicht so aufdringlich sein-wenn Du mir auf Fragen nicht antworten magst must Du natürlich nicht-möchte nur gerne Deine Geschichte kennen.Finde es super das Du und Deine das so gut durschsteht-Du hast ja leider auch schon viel Leid mit Krebs erfahren müssen-und dann erwischt es Dich auch noch selber....Ich habe mir zwei ganz schöne Bücher besorgt(Erfahrungsberichte von Betroffenen) das hat mir auch sehr gut getan.Ich weiß ehrlichgesagt nicht wirklich ob meine Mutter noch die guten Tage geniesen kann denn wenn sie klar ist weint sie nur -heute hat meine Tochter ihr Blumen mitgebracht und hat sich so gefreut das sie der oma selber welche gekauft hat-meine Mutter hat sich vom Wesen sehr verändert(Manchmal sagt sie das auch selber-aber sie kann nicht aus ihrer Haut) Sie hat kaum auf die Blumen reagiert! Ich weiß das sie nichts dafür kann und wir lassen uns auch nichts anmerken-wollte damit nur zum Ausdruck bringen das sie nicht unbedingt noch wie soll ich mich richtig ausdrücken-die tage wo sie noch leben kann wirklich lebt-hoffe das wird nicht falsch verstanden....sie ist sehr tapfer aber kann wohl auch nicht mehr... lg jenny
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05.01.2010, 20:55 Uhr   Nach oben
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Liebe Jenny,

Sicher darfst du mich das Fragen oder besser gesagt alles was dir auf dem Herzen liegt.
Schmerzen habe ich nur an den Stellen der OP's also wo die Narben sind und die Muskeln und Nerven verletzt wurden. Der Krebs selber macht mir im Moment noch keine Schmerzprobleme.
Ich habe am 16 Januar einjähriges bestehen, also 1 jahr nach erstdiagnose. Für mich ist es meine Art mit der Krankheit am besten fertig zu werden, so wie ich es sehe und beschreibe und auch versuche anderen zu helfen.
Meine ganze Geschichte kannst du unter
* Bin neu und mich hat es nun auch getroffen* nachlesen. Es wäre zu lang es alles hier noch einmal reinzuschreiben oder zu kopieren.

Ich denke das deine Mutter nicht mehr so reagiert wie sonst, liegt ganz viel an den Gehirnmetastasen, das habe ich schon öfters gehört. Bitte nehmt es ihr nicht übel sie meint es wirklich nicht so und kann ihr verhalten nicht mehr richtig steuern. Aber eines sage ich dir die Tage die sie auch so hat lebst sie noch für euch und die Enkelkinder, da bin ich mir ganz sicher.
Mache es deinen Kinder klar das die Oma da nichts für kann und das sie sich trotzdem freut nur nicht mehr so zeigen kann.

LG
Ralf
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07.01.2010, 13:53 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Hallo Ralf!Habe Deine Geschichte gelesen und ich finde es schon seltsam was man für Erfahrungen mit Ärzten machen muß-schlimm genug das man erstmal mit so einer Diagnose fertig werden muß da kann man so unsensieble und inkompetente Ärzte nun echt nicht gebrauchen.Schön das es Dir gut geht wo Du auch schon so viel mitgemacht hast.Ich denke Du hast ne starke Familie die hinter Dir steht-ich glaube das macht schon eine Menge aus.Meine Mama hat heute wieder ein bischen gelacht und es geht ihr einigermasen gut(auser ständigen Wadenkrämpfen)-sie hat heute richtig guten APPetit und ist vom Kopf her auch gut drauf-hoffe das hält ein eine Weile so an!Hoffe Du hast auch einen schönen Tag LG Jenny
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07.01.2010, 17:00 Uhr   Nach oben
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Hallo Jenny

Freut mich zu lesen dass es deiner Mutter heute gut geht. Ja das mit den Ärzten ist so eine Sache heutzutage, es gibt eben überall gute und schlechte und im Endeffekt sind es auch nichts anderes als Handwerker :- )

Im Moment geht es mir auch sehr gut, habe die erste komplette Chemo (12 Sitzungen) hinter mir und nächste Woche stehen die Kontrollen an. Hoffe das alles gut ausfällt und die Chemo weiterhin gut gegriffen hat. Meine Familie gibt mehr sehr viel Halt, das ist richtig und dafür lohnt es sich allemal zu kämpfen wir ein Löwe, solange es eben geht.

Wünsche auch dir und deine Mutter alles Gute und ein bisschen mehr Verständnis von Seiten deiner Familie für dich.

LG
Ralf

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07.01.2010, 17:00 Uhr   Nach oben
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Hallo Jenny

Freut mich zu lesen dass es deiner Mutter heute gut geht. Ja das mit den Ärzten ist so eine Sache heutzutage, es gibt eben überall gute und schlechte und im Endeffekt sind es auch nichts anderes als Handwerker :- )

Im Moment geht es mir auch sehr gut, habe die erste komplette Chemo (12 Sitzungen) hinter mir und nächste Woche stehen die Kontrollen an. Hoffe das alles gut ausfällt und die Chemo weiterhin gut gegriffen hat. Meine Familie gibt mehr sehr viel Halt, das ist richtig und dafür lohnt es sich allemal zu kämpfen wir ein Löwe, solange es eben geht.

Wünsche auch dir und deine Mutter alles Gute und ein bisschen mehr Verständnis von Seiten deiner Familie für dich.

LG
Ralf

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09.01.2010, 18:57 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Lieber Ralf! Drücke ganz ganz fest die Daumen das Deine Untersuchungen gut ausfallen LG Jenny(Hab heute was ganz verücktes gemacht habe mir ein K in einer schönen Schriftart tattowieren lassen weil meine Mama Karin heißt) Sie hat geweint und fand es total schön das ich sowas gemacht habe-das war ein toller Moment!!! LG
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13.02.2010, 20:06 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Hallo bin sehr traurig denn ich habe die Pflege meiner Mama die ich ja jetzt seid September 2008 übernommen habe (auch omas pflege) abgeben müssen.Ich habe so unter dieser Belastung gelitten das ich selber dauerhaft krank wurde.Ich habe so schwerwiegende Magenprobleme gehabt das sich eine Rippenfellentzündung gebildet hat.Auserdem hatte ich einen schlimmen Nerven zusammenbruch. Mitlerweile geht es mir wieder etwas besser und habe eingesehen das ich auch noch für mich und meine Kinder da sein muß und das ich die alleinige Pflege einfach niemals länger hätte alleine machen können.Ich hätte nie gedacht das ich einmal solch schlimme Phase ( Epileptische Anfälle-starke aussetzer- nicht mehr laufen können...........)miterleben werde-ich habe es nicht mehr ausgehalten meine Mama täglich so zu sehen und trotzdem den normalen Altag(kochen putzen waschen mama fertig machen,oma fertig machen...) zu erledigen.Vorerst ist mein Papa eingesprungen und nächste Woche haben wir ein Gespräch mit einer Paliativ Ärztin dann wird bald ein Pflegedienst kommen und helfen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie traurig ich bin das ich das nicht geschafft habe allerdings muß ich auch sagen das ich jetzt ohne den normalen Altag den ich doppelt erledigen muß-viel mehr Zeit habe um tatsächlich am Bett meiner Mama zu sitzen.Nur die Anfälle die sie irgendwie nicht mehr in den Griff bekommen(da sie jetzt wieder voll im Kopf von Metastasen ist) machen mich noch kAPPut....hoffe das ich lernen kann sie los zu lassen und daran zu denken selber zu leben ....
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14.02.2010, 15:10 Uhr   Nach oben
Elke besucht im Moment nicht das Board.  Elke
Liebe Jenny,
so eine Mehrfachbelastung geht nie spurlos an einem vorbei. Ich finde es gut das du nun einen Weg gefunden hast deine Belastung zu verringern. Vielleicht solltest du an eine Unterbringung in einerr Paliativstation denken. Dort werden Patienten rund um die Uhr betreut und man gibt ihnen viel Zuwendung.

Wir hatte jemanden von der ambulanten Paliativbetreuung bei uns und der hat uns darüber aufgeklärt. Das es wirklich manchmal besser ist den geliebten Menschen dorthin zugeben. Da es keinem nutz wenn man selbst zusammenbricht und dann garnicht mehr für den Kranken da sein kann.
Man kann dort sogar für ein oder zwei Nächte in Zimmer bleiben.

Ich wünsche dir viel viel Kraft und alles Gute.
LG Elke
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15.02.2010, 11:41 Uhr   Nach oben
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Hallo Jenny,

Mensch mach dir da wirklich keine Vorwürfe, du hast alles versucht und getan was du machen konntest. Es hat doch keinen Sinn das du auch noch auf der Strecke bleibst dabei, denn dann kannst dich ja gar nicht mehr kümmern oder am Bett sitzen und diese wichtige Unterstützung liefern.
Jenny was Elke da sagt ist die beste Lösung, haben wir damals bei meiner Mutter auch so gemacht. Auf so einer Station wissen die Leute wie man mit sterbenden umgeht, man kann jederzeit anwesend sein und helfen. Aber eben auch einmal selber Luft holen und wieder Kraft schöpfen für das was da noch alles so kommt. Wenn es bei mir soweit ist werde ich auf die selbe palliativ Station gehen wo meine Mutter auch war. Ich wünsche dir viel Kraft und nimm dir die Zeit zum erholen.

LG
Ralf
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16.02.2010, 17:55 Uhr   Nach oben
kimmi besucht im Moment nicht das Board.  kimmi
Liebe Jenny, was hast Du denn nicht geschafft?Du hast sehr viel geschafft,alles was im Rahmen deiner körperlichen und psychichen Kraft möglich war.Jetzt mußt Du es noch schaffen so viel Kraft auf zu bringen das Du an Dich denkst. Du hast Kinder die dich brauchen. Ich aus der Sicht einer Mutter würde nicht wollen das meine Kinder unter meiner Krankheit leiden. Mir wäre es lieber sie könnten mich besuchen wo ich gut aufgehoben bin und versorgt bin.Ich hätte wahrscheinlich noch ein schlechtes Gewissen das sie sich aufopfern. Ich bin überzeugt davon das deine Mutter das auch nicht wollen würde.
Du bist eine tolle Tochter und selbst wenn Du das alles nicht geschafft hättest,wärst Du das. Du hast deine Mutter nicht im Stich gelassen, bist für sie da und sie wird spüren wie sehr du sie liebst,
Davon bin ich fest überzeugt.Liebe Grüße Kimmi
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22.02.2010, 14:50 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Hallo ich danke euch für eure Antworten-kann leider nur kurz antworten da es Mama wieder sehr schlecht geht-melde mich so bald es geht genauer...ich danke euch sehr das ich mich hier so ausweinen kann und hier im Forum verstanden werde-das tut sehr gut!Vielen dank Elke ,Power und Kimmi!Eure Worte waren mir sehr wichtig da ihr ja auch alle betroffen seid so fühle ich mich erheblich besser und weiß das ich mich richtig etschieden habe.Fühlt euch von mir umarmt!Danke und liebe Grüße Jenny
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27.02.2010, 10:25 Uhr   Nach oben
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Hallo Katja,

Bist du Ärztin und kannst Ferndiagnosen stellen oder bist du für das Marketing von Medikamenten verantwortlich? Es hört sich auf jeden Fall so an, ich finde so ein Verhalten unverantwortlich. Das sollen doch Ärzte entscheiden und es geht hier auch nur noch um palliativ Behandlung, da ist es wichtig den Patienten mit den Schmerzen und seinen Ängsten zu helfen und nicht igrendwelche Mittel noch einzunehmen.

Mfg
Ralf
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27.02.2010, 19:52 Uhr   Nach oben
bibi42 besucht im Moment das Board.  bibi42
Der Beitrag von Katja ... wurde gelöscht.
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05.07.2010, 20:31 Uhr   Jenny78 hat dieses Thema begonnen.   Nach oben
Jenny78 besucht im Moment nicht das Board.  Jenny78
Meine Mama ist am Montag nach sehr schlimmen 7 Monaten zu den Engeln geflogen.Sie war der wunderbarste Mensch auf Erden-jetzt ist sie der wunderbarste Engel im Himmel.
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05.07.2010, 21:41 Uhr   Nach oben
klaus besucht im Moment nicht das Board.  klaus
Hallo Jenny, das tut mir so leid für euch - man weiß nicht wirklich was und wie man reagieren soll. Ich habe auch deine Geschichte verfolgt, u. man hat immer Angst, daß dies auch auf einen selber zukommt. Vielleicht äußert man sich deshalb so arg. Aber die Trauer mußt du zulassen, es ist gut so wie es ist für deine Mutter u. für dich u. deine Familie. Es ist schlimm mit anzusehen, was die Krankheit aus einem geliebten Menschen machen kann.
Nun ist deine Mama erlöst.
Unbekannterweise lass dich umarmen.
LG Kerstin
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05.07.2010, 21:56 Uhr   Nach oben
Jessica besucht im Moment nicht das Board.  Jessica
Hallo Jenny,

mein aufrichtiges Beileid für Dich und Deine Familie! Ich wünsche dir für die kommende Zeit viel Kraft. Sie ist nun von allem Leid erlöst.

Lg Jessica

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