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23.02.2009, 19:19 Uhr  
Susanne1306 besucht im Moment nicht das Board.  Susanne1306
Hallo! Meine Chemo ( Cisplatin und Vinorelbin, adjuvant) ist jetzt ein Jahr her. Seitdem leide ich an einer Polyneuropathie, die Hände (wenig), Füße (schlimmer) und Darm durcheinanderbringt. Mein Onkologe hat mir Lyrica verschrieben, die ich jedoch nach drei Monaten wueder abgesetzt habe, weil ich immerzu müde und manchmal richtig verwirrt war. Obwohl ich unheimlich froh bin, daß es mir bis auf diese Beschwerden gut geht, möchte ich gerne wissen, ob es anderen auch so geht und was sie dagegen tun.
Susanne
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23.02.2009, 20:55 Uhr  
Wassermann besucht im Moment nicht das Board.  Wassermann
Hm Barbara, kurz und knAPP, ich werde es mal versuchen.

Vor 6 Wochen die letzte Chemo, auch mit Cisplatin und Vinorelbine, kann ich Susanne voll zustimmen, was Neuropathie betrifft. Schmerzen, teilweise Brennen in den Beinen. In den Fingern ist es nicht so schlimm. Da ist es nur ein Taubheitsgefühl, manchmal nur für wenige Stunden. Danach ist alles in Ordnung.

Was mich aber so richtig stört ist das unsensible Gefühl in den Füßen. Gerade bei den verschneiten Fußwegen der letzten Wochen, kein Stolpern erlauben, jede Treppe, egal ob auf oder ab, nur mit Treppengeländer, das ist gewöhnungsbedürftig.

Ansonsten rollts.

Michael
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23.02.2009, 21:22 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
...es gäbe die Möglichkeit ein bestimmtes Lidocainpflaster einzusetzen. Dieses Pflaster wird genau auf die Stellen geklebt, wo es weh tut, also lokal.
Es hat keine anästhesierende Wirkung, also nicht betäubend, sondern wirkt nur analgetisch, d.h. es nimmt nur diese stechenden, brennenenden, einschiessenden Schmerzen.
Macht keine systemischen Nebenwirkungen (also keine NW an Herz, Niere, Magen, Darm, Leber) und ist sehr gut verträglich.
Dieses Pflaster wird im 12-stündigen Wechsel geklebt und die schmerzstillende Wirkung bleibt 24 Stunden erhalten.
Man kann dann solche Übelmacher wie Lyrika absetzen.
Name des Pflasters ist Versatis. 20 Pflaster liegen bei etwa 90 Euro.

Beste Grüsse

Zegary
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 Beitrag editiert: 23.02.09, 21:25 1 mal  
23.02.2009, 21:45 Uhr  
Hundi besucht im Moment nicht das Board.  Hundi
Hallo erst mal ich habe auch die gleiche chemo bekommen,habe auch Neuropathie schmerzen wenn ich ausstehe stechen unter den Füssen,Unterschenkel tuen weh usw, laut Krankenhaus soll das weggehen mit Vitamin B komplex ,hab es nicht versucht bis jetzt,will nicht noch mehr schlucken ,aber vielleicht hat es einer von euch schon probiert? erfahrungen? lg Conny
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23.02.2009, 21:50 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
Hallo Conny,

mit Vitamin-B-Komplex kannst Du nichts falsch machen. Tatsächlich kann eine Neuropathie aus Vitamin-B-Mangel entstehen.

Gruss und alles Gute.

Zegary
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24.02.2009, 14:30 Uhr  
Susanne1306 besucht im Moment nicht das Board.  Susanne1306
Hallo Fritz!
Da streiten sich die Geister. Mistel stärkt das Immunsystem, also die körpereigene Abwehrkraft gegen schädliche Einflüsse. Das ist eigentlich gut. Trotzdem raten viele Onkologen ab, eben wegen dieser Wirkung. Die Chemo wird vom Körper selbst ja auch als schädlich empfunden. Ich spritze jetzt seit einem Jahr Mistel, habe damit aber erst direkt nach der Chemo begonnen.
Liebe Grüße
Susanne
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24.02.2009, 16:16 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
Hi,

auch die, als für die internationale Medikamentenzulassung als Goldstandard zuständige amerikanische Behörde FDA, lehnt die Zulassung der Mistel als Medikament strikt ab.
Deutsche onkologische Vereinigungen teilen die Meinung wegen der nicht belegten Wirksamkeit.
Die Mistel kann auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Das sollte bedacht werden.

Grüsse

Zegary
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 Beitrag editiert: 24.02.09, 16:19 1 mal  
24.02.2009, 18:13 Uhr  
fritz11 besucht im Moment nicht das Board.  fritz11
Danke für Eure Antworten!
Susanne, wie sind Deine Erfahrungen? Wer trägt die Kosten?
Zegary, gibt es (schon) klinische Studien?
Gruß, Fritz
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24.02.2009, 18:57 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
Hi Fritz,

es gibt international viele und grosse Studien, aber keine, die einen beweisbaren Beleg für eine Wirksamkeit erbringt.

Gruss Zegary

Als Rheinländer sende ich Dir eine Kurzfassung der Krebsgesellschaft NRW als Zitat:

Fazit: Die gegenwärtige Datenlage ist für eine Empfehlung der Misteltherapie
als begleitende Therapie unzureichend. Die Gabe von Mistelpräparaten sollte ausschließlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Krebsgesellschaft, NRW, August 2008
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 Beitrag editiert: 24.02.09, 18:59 1 mal  
24.02.2009, 20:11 Uhr  
Susanne1306 besucht im Moment nicht das Board.  Susanne1306
Die Mistelpräparate werden vom Onkologen auf Kassenrezept verschrieben, die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten, ich zahle nur den Eigenanteil von 5 € pro Packung á 7 Ampullen. Mir bekommt die Mistel gut, allein schon das Gefühl, etwas gegen den Krebs zu tun, ist für mich sehr wichtig.
Lieben Gruß
Susanne
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24.02.2009, 21:05 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
...Gefühle sind sehr wichtig und können Selbstheilungskräfte aktivieren.

Ich selbst trinke jeden Tag 150 ml Granatapfelsaft. Bei verschiedenen Krebsarten scheint Granatapfel das Zellwachstum zu stoppen.

Der Glaube versetzt bekanntlich Berge und mir schmeckt´s.

Aber nochmals der wichtige Hinweis: Alle Dinge dieser Art können keinen Krebs heilen, sondern nur die herkömmliche medizinische Therapie unterstützen !!!

Gruss

Zegary


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25.02.2009, 13:34 Uhr   bibi42 hat dieses Thema begonnen.  
bibi42 besucht im Moment das Board.  bibi42
Misteltherapie dient nicht zur Bekämpfung des Tumors, sondern soll das Immunsystem stärken und unterstützen. Es gibt keine Studien hierzu. In den Behandlungsleitlinien zum Lungenkrebs haben sie leider keine Berücksichtigung gefunden, beim Brustkrebs sind sie Bestandteil der Behandlugnsleitlinien. Die Kosten werden von der Kasse übernommen.

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 Beitrag editiert: 25.02.09, 18:51 1 mal  
25.02.2009, 13:59 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
...ist ja auch klar, wenn es keine belegbaren Studien gibt. Das die Kassen die Kosten übernehmen ist eigentlich ein Unding, wo andere Massnahmen verweigert werden.

Hierzu die Veröffentlichung: Kassen zahlen Misteltherapie ohne Wrkungsnachweis.

www.3sat.de
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27.02.2009, 16:14 Uhr  
k-ath.rin besucht im Moment nicht das Board.  k-ath.rin
Meine letzte Chemo ist zwischenzeitlich auch ein halbes Jahr her. Fast am Schluss bekam ich sehr, sehr starke Schmerzen im gesamten Brustkorb, so dass ich manchmal kaum noch atmen kann, da ich mich dann so verkrampfe und die gelernten Atemübungen auch überhaupt nichts nützen. Der Onkologe und der Lungenarzt sind ratlos und jetzt zu dem Schluss gekommen, dass es sich nur um Nervenschmerzen handeln kann. Ich muss also wieder Schmerzmittel schlucken, sonst komme ich überhaupt nicht zu Potte. Hat von Euch vielleich jemand ähnliche Schmerzen bekommen? Sie gehen auch einfach nicht weg und ich bin schon ganz verzweifelt. Muß 50mg Morphium nehmen und Novalgin nach Bedarf. Aber solche Schmerzen hatte ich ja nicht mal nach der OP.

Viele Grüße Barbara aus Neuss
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27.02.2009, 16:38 Uhr  
Zegary besucht im Moment nicht das Board.  Zegary
Hallo Barbara,

Nervenschmerzen ( Neuropathien) sind schwer zu therapieren. Man erkennt sie daran, dass die Symptomatik sich als brennender, stechender oder ein einschiessender Schmerz zeigt.

Morphin und Novalgin für die Schmerzspitzen ist eine Möglichkeit.
Eine andere wäre mit den Päparaten Lyrica oder Neurontin eine Schmerztherapie einzuleiten.
Jedoch ist eine bekannte Nebenwirkung dieser Antiepileptika die Übelkeit. Daher sollte man parallel MCP-Tropfen einnehmen.

Vieleicht einfach einmal diese Art der Medikation bei den beiden Ärzten ansprechen.

Viele Grüsse aus der Eifel

Zegary
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15.08.2009, 11:36 Uhr  
k-ath.rin besucht im Moment nicht das Board.  k-ath.rin
Im Moment bekomme ich die dritte Chemo (Carboplatin/Paclitaxel bei BC) und habe eine Magenschleimhaut- und Speiseröhrenentzündung. Da ich sehr wenig Tabletten schlucke ist meine Frage, ob diese Entzündungen von der Chemo kommen können. Die Ärzte konnten mir auch nichts sagen.
Die letzte Chemo mußte ich aussetzen, da meine Leukozyten und Thrombozyten sehr, sehr niedrig sind. Das bedeutet mein Immunsystem ist im Eimer? Vielleicht hat jemand die gleichen Probleme gehabt und kann mir dazu etwas schreiben. Ich würde mich sehr freuen.
Eure Barbara aus Neuss
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15.08.2009, 20:49 Uhr  
Power besucht im Moment nicht das Board.  Power
Hallo Barbara

Ja das kann von der Chemo her kommen, war bei mir auch so und mein Onokologe sagte, das die Chemo extrem auf die Schleimhäute geht.
Auch habe ich danach Blut erbrochen, es war eben dieses alte Blut was sich in den Scleimhäuten von der Entzündung gesammelt hatte.

Nun ist aber wieder alles gut bei mir, war nach dem 2 Zyklus der chemo, aber es hängt auch davon ab was für eine Chemo bekommst und mict welchen Mitteln.

LG
Ralf
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17.08.2009, 00:40 Uhr  
Tom besucht im Moment nicht das Board.  Tom
Hallo Barbara,

klares JA, Dein Immunsystem ist im Eimer. Das ist bei einer Chemo normal.
Auch Schleimhautentzündungen sind normal.
Das die Ärzte nichts sagen konnten ist unfassbar, denn die Art Nebenwirkungen sollten bei Ärzten allgemein bekannt sein.

Warum hat man/frau diese Nebenwirkungen?

Die Chemo hat den Sinn schnell wachsende Zellen zu zerstören. Krebszellen sind solche Zellen.
Leider sind die Haarwurzeln, die blutbildenden Zellen im Knochenmark und diverse andere "gute" Zellen auch schnell wachsend und werden durch die Chemo ebenfalls zerstört.

Die Leukozyten, Thrombozyten und die Erytrozyten werden im Knochenmark gebildet und sind daher nach einer Chemo stark reduziert.

Da die Leukozyten wichtig für das Immunsystem sind ist es verständlich, dass die Immunität stark geschwächt ist.
Daher ist es ratsam nach einer Chemo wenig Kontakt mit anderen Menschen zu haben, besonders wenn sie irgendwelche Krankheiten haben.

Mein Arzt hat mich immer in einem separaten Zimmer warten lassen, so dass ich keinen Kontakt zu anderen Patienten hatte.

Vielleicht habe Dir ein wenig geholfen

Gruß
Thomas
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 Beitrag editiert: 17.08.09, 00:45 1 mal  
18.08.2009, 21:03 Uhr  
elenora besucht im Moment nicht das Board.  elenora
mein mann spritzt sich montags 100ml. mittwochs 150ml. und freitags 200ml. und das schon über ein jahr. nur der neue arzt verschreibt sie uns nicht, weil er sagt das ist das endtadium da hilft das nicht mehr????habe mich bei der krankenkasse beschwert, aber die können nichts tun wennder arzt sie nicht verordnet. es ist wie im zirkus mit den gesetzen. jeder macht was er will.er hat sie immer gut vertragen nun soll er sie nicht mehr bekommen. also zum sterben ab geschrieben.gruss elenora
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18.08.2009, 21:53 Uhr   bibi42 hat dieses Thema begonnen.  
bibi42 besucht im Moment das Board.  bibi42
Hi Elenora,
wende dich an die UPD (Unabhängige Patientenberatung). Tel.: 0800 0117722. Dort bekommst du rechtliche Unterstützung bezüglich der Medikamentenverordnung u.a.
Wenn der neue Arzt dies nicht verschreibt, geht zu einem anderen, hier vielleicht einen
der sich mit Naturkundemedizin befaßt.
gruß
barbara
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